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Unternehmen

15

Jul
2016

In Unternehmen

Synchronschauspieler sind nicht selbständig!

On 15, Jul 2016 | In Unternehmen | Von

Die Schauspielverbände jubeln angesichts dieses Pyrrhussiegs – die meisten Schauspieler sind entsetzt angesichts der Gageneinbußen und des bürokratischen Aufwands. Für sie hat dieses Urteil negative Folgen…

… , da ihnen die Sozialversicherungspflicht angesichts eines lange erarbeiteten Status nichts bringen wird. Für die Unternehmen steigen die Kosten (Abwicklung, Arbeitgeberanteil), die in einzelnen Angeboten so nicht mehr unterzubringen sind.

Zudem erweitert sich der Handlungsrahmen des Urteils auf alle Sprechergenres, die bisher in freier Mitarbeit ausgeübt wurden  >
Zitat aus der Pressemitteilung des IVS:
Die Gerichtsentscheidung des BSG erging zwar zur Tätigkeit eines Synchronschauspielers, die Rechtssätze haben mit hoher Wahrscheinlichkeit aber auch Auswirkungen auf alle übrigen sprecherischen Tätigkeiten, denn das Sozialversicherungsrecht differenziert nicht nach Berufsbezeichnungen oder Produktarten, sondern einzig und allein anhand des Tätigkeitsbildes

Anscheinend völlig ausgeblendet, da nirgends erwähnt, ist die Rolle des Künstlersozialkasse, die zum weiteren Mal zum Abschuss freigegeben wird.
Eine schriftliche Begründung des BSG steht noch aus, bezieht sich das Urteil in der betreffenden Klage doch auf Serienproduktion, aber es besteht kein Zweifel daran, dass es massive Konsequenzen in der Branche nach sich ziehen wird.
Nutznießer werden, wie immer, die großen Unternehmen und der Staatshaushalt sein – es wird mit aller Gewalt versucht, jede nur erdenkliche Gelegenheit zu nutzen, um die Sozialversicherungskassen aufzufüllen.

Link IVS
Link BFFS
Link pdf: Auszüge BSG Beschluss 27.4.2016 (Exzerpt, logoSynchron)
Link BSG Erweiterung Unständigkeit 31.03.2017
Link Bundesozialgericht Terminbericht Erw. Unständigkeit